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Brennnessel Kuchen Rezept

Brennnesseln sind nicht gerade alltäglich in Kuchenrezpten. Zum Glück kann ein kreativer Koch aus allem, was im Garten zu finden ist, einen Kuchen machen. Schauen wir uns an, wie man einen Brennnesselkuchen macht!

Zutaten

Pie dough:

  •     500 g Mehl
  •     300 ml warmes Wasser
  •     25 g frische Hefe oder 7 g Trockenhefe
  •     1 Tl. Zucker
  •     1 Tl. Salz

Füllung:

2 Büschel Brennnesseln (nur die Blätter)
3 Frühlingszwiebeln
1 Bund frischer Thymian
2 Esslöffel Olivenöl
1 Becher Naturjoghurt
Schale von einer Zitrone
Butter zum Bestreichen
Salz nach Bedarf

Zubereitung

Schritt 1

Gib warmes Wasser und Zucker in ein kleines Rührgefäß und löse die Hefe darin auf. Lass es für etwa 5 Minuten ruhen.

Schritt 2

Das Mehl sieben und in der Mitte eine Vertiefung formen. Füge das Salz hinzu und gieße dann die Hefemischung darüber. Knete den Teig so lange, bis er glatt und elastisch ist, decke dann die Schüssel mit einem feuchten Tuch ab und lass ihn ruhen, bis er seine Größe verdoppelt hat.

Schritt 3

Gib etwas Oliven Öl in eine große Pfanne. Brate in dieser die Zwiebeln und den Thymian an, bis sie weich sind. Füge nun die Brennnesseln hinzu und lasse sie zugedeckt etwa 5 Minuten kochen. Die Brennnesseln werden ihren Saft verlieren und im Volumen schrumpfen. Mit Salz würzen und den Joghurt hinzufügen. Das ganze gut verrühren und zum Abkühlen beiseite stellen.

Schritt 4

Heize den Ofen auf 250ºC vor. Teile den Teig in 2 Teile und rolle ihn in der Größe eines großen runden Backblechs dünn aus. Fette das Blech ein und lege einen der ausgerollten Teige hinein. Gib die Füllung darauf und reibe die Zitronenschale darüber. Bedecke den Kuchen mit dem restlichen Teig und verschließe ihn am Rand. 

Schritt 5

Bestreiche nun den Kuchen mit etwas Butter und backe diesen etwa 30 Minuten oder bis er goldbraun ist. Schalte die Hitze aus, betropfe den Kuchen mit etwas Wasser und decke ihn anschließend für einige Minuten mit einem Tischtuch ab.

Serviere den Kuchen am besten mit Naturjoghurt und einem schönen Salat.
Guten Appetit!

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Warum brennt eine Brennnessel?

Die meisten Menschen bezeichnen die Brennnessel als eine unfreundliche Pflanze, die überall wächst und einen wie ein „elektrisiertes Unkraut“ beißt, bzw brennt. Deshalb sagen die Engländer „stinging nettle stings“ (im deutschen: Brennnesseln brennen).

Die gewöhnliche Brennnessel oder stechende Brennnessel (Urtica dioica) gehört zur Gattung der Urtica. Der lateinische Name leitet sich von „uro“ oder „urere“, brennen, ab und bezieht sich auf die brennenden Eigenschaften der in ihr enthaltenen Flüssigkeit. Die Fähigkeit zu stechen ist auf die feinen haarähnlichen Strukturen zurückzuführen, die die Stängel und Blätter der Pflanze bedecken. Die Brennnessel ist mit diesen hohlen Haaren gut bewaffnet und ihre geschwollene Basis enthält einen Cocktail von Chemikalien, wie Serotonin, Histamin, Folsäure, Acetylcholin, Moroidin, Leukotriene und Ameisensäure. Diese Haare sind sehr spröde und brechen leicht. Das ist eine wichtige Anpassung der Pflanze, um knabbernde Raubtiere so wie den Menschen abzuschrecken. Ohne diese schmerzhaften Stiche würden Tiere und Menschen die arme Brennnessel essen.

So schmerzhaft die Folgen der Berührung einer gemeinen Brennnessel auch sind, werden sie bei weitem übertroffen von den Auswirkungen einiger der ostindischen Arten. Der Schmerz hält über viele Stunden oder sogar Tage an. Bei der indonesischen Urtica urentissima hält der brennende Schmerz ein Jahr lang an. Man nennt sie das „Teufelsblatt“. Zum Glück wachsen bei uns in Europa viel mildere und besser verträglichere Brennnessel Arten.

Allerdings verliert die Brennnessel beim Kochen ihre brennende Wirkung und die jungen Triebe können kulinarisch verwendet werden.

Also lass dich nicht von den Brennhaaren dieses unglaublichen Krauts abschrecken!

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Die Anatomie der Brennnessel – Ein bisschen Botanik

Eine detaillierte Beschreibung dieser vertrauten Pflanze ist kaum nötig. Die herzförmigen, fein gezähnten, spitz zulaufenden Blätter und die grünen Blüten in langen, verzweigten Büscheln, die aus den Blattachseln entspringen, sind jedem bekannt. Die weichen, grünen Blätter sind 3 bis 15 cm lang und sitzen gegenständig an einem aufrechten und drahtigen, grünen Stängel.

Die Große Brennnessel (Urtica dioica) gehört zur Gattung der Brennnesseln (Urtica). Der lateinische Name leitet sich von dem Wort „urere“, „brennen“, ab und bezieht sich auf die brennenden Eigenschaften der in ihr enthaltenen Flüssigkeit. Der spezifische Name der Pflanze, „dioica“, bedeutet „zwei Häuser“, was sich darauf bezieht, dass sie eine diözische Pflanze ist. Die Blüten sind unvollständig: die männlichen Blüten haben nur Staubgefäße und die weiblichen Blüten haben nur Stempel oder samenbildende Organe. Normalerweise trägt eine Pflanze entweder männliche oder weibliche Blüten.

Die Blüten sind für die Windbestäubung angepasst. Die Große Brennnessel blüht von Juni bis September und erreicht eine Höhe von 1 bis 2 Metern. Sie stirbt im Winter bis auf den Boden ab. Ihre mehrjährigen gelben Wurzeln – Rhizome und Ausläufer – vermehren sich unter anderem durch Ausläufer, so dass sie sich schnell vermehrt, was es schwierig macht, sie loszuwerden.

Die ganze Pflanze ist mit Brennhaaren bedeckt. Jeder Stachel ist ein sehr scharfer, polierter Stachel, der das Gift enthält, welches bei einer Berührung eine Reizung verursacht. Die brennende Eigenschaft des Saftes wird durch Hitze zerstört, so dass die jungen Triebe der Brennnessel, wenn sie gekocht werden, gegessen werden können.

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Frohes Neues Jahr Brennnessel Fans!

Weil es ein neues Jahr ist, hast du vielleicht einen Neujahrsvorsatz im Kopf. Vielleicht ist es Gewicht zu verlieren, deine Garderobe zu ändern, den Planeten zu retten, deinen CO2-Fußabdruck zu reduzieren oder gesünder zu leben? Hast du jemals darüber nachgedacht, vegan zu leben? Versuche es einen Monat lang und du wirst feststellen, wie viele gute Dinge du damit erreichen kannst. Jeder Mensch ist anders, jeder Körper funktioniert anders, du musst herausfinden, was gut für DICH ist. Mach dir keinen Druck, frage einfach deinen eigenen Körper: „Hey, hättest du Lust auf ein veganes Brennnesselpesto als Start in den Veganuary 2021?“. Wenn dein Körper ja sagt, kannst du seine Bedürfnisse folgendermaßen befriedigen:

  • 1 Tasse getrocknete Blätter der Großen Brennnessel, eingeweicht in 2 Tassen Wasser
  • ½ Tasse Petersilie
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • ½ Tasse Walnüsse
  • ¾ Tasse kaltgepresstes Olivenöl
  • ¼ Tasse Zitronensaft
  • ½ Esslöffel Meersalz

Weiche die getrockneten Brennnesseln bei Raumtemperatur über Nacht (oder 6-8 Stunden) ein. Gieße überschüssiges Wasser ab. Mische alle Zutaten miteinander und verwende einen Küchenmixer oder eine Küchenmaschine zum verrühren, bis es cremig ist. Streiche das Pesto auf Toast, Cracker oder Nudeln. Genieße es!

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Große Brennnessel (Urtica dioica)

Verwendung in der Heilkunde

Zubereitungen aus dem Brennnesselkraut oder den Brennnesselblättern wirken bei Rheuma. Brennnesseln wirken außerdem adstringierend, Blut reinigend, Harn treibendSchmerz lindernd und Entzündung hemmend.
Sie helfen darüber hinaus bei entzündlichen Harnwegserkrankungen, aber auch bei der Behandlung und Vorbeugung von Nierengrieß und bei Prostatabeschwerden. Da bei der Einnahme von Brennnesseln mehr Flüssigkeit eingenommen werden soll, ist dies jedoch nicht bei Erkrankungen zu empfehlen, bei denen die vermehrte Flüssigkeitszufuhr vermieden werden soll.
Der in der Volksmedizin empfohlene Diabetikeraufguss hat hingegen keinen Einfluss auf die Erkrankung selbst. Allerdings wirkt sich die Brennnessel positiv auf die Funktion der Bauchspeicheldrüse aus.
Empfohlen wird die Brennnessel auch als blutbildendes Gemüse anämischer Personen. Die blutbildenden Substanzen liegen in wesentlich höheren Gehalten als Spinat vor und können zudem vom Körper aufgenommen werden.

Anwendung in der Volksmedizin

In der Volksheilkund werden Brennnesseln zur Anregung des Milchflusses bei stillenden Müttern, gegen Haarausfall, bei Hautausschlägen, Allergien, Osteoporose, Anämie und Wechseljahresbeschwerden verwendet. Kocht man die Brennnessel in Milch, hilft dies gegen Durchfall. Außerdem soll das „Auspeitschen“ mit Brennnesseln gegen RheumaHexenschuss, Ischias und Gicht helfen, da dies die Durchblutung anregt.

Kulinarisches

Die jungen Blätter der Brennnessel besitzen noch keine Brennhärchen, so dass man aus ihnen einen schmackhaften Salat zaubern kann. Darüber hinaus gibt es den Brennnesselspinat, Brennnesselnudeln, Brennnesselschlutzer, Brennnesselknödel oder –nocken machen oder auch die Brennnesselsuppe. Blätter und Samen können auch zu einem Brennnesselbrot verarbeitet werden. Köstlich sind auch frittierte und leicht gesalzene Brennnesselblätter.
Am besten schmecken die noch ganz jungen Triebspitzen der Pflanzen, die im Frühjahr wachsen. Wenn man ganzjährig nur junge Blätter verwenden will, sollte man die Brennnesseln regelmäßig bis auf 2cm über dem Boden zurückschneiden. Nach kurzer Zeit treiben die Brennnesseln wieder aus der Wurzel aus, so dass man wieder junge Blätter hat. Auf diese Art und Weise kann man von April bis September, manchmal auch Oktober, junge hellgrüne Brennnesselblätter ernten.
Wen bei etwas älteren Blättern die Brennhaare stören, der kann diese auch unschädlich machen, indem die Brennnesseln in ein Tuch gewickelt und dieses stark gewrungen und sie anschließend kurz blanchiert werden. Alternativ dazu kann man sie auch kräftig duschen.
Durch das Vermischen mit der Marinade verlieren die Härchen im Salat ihre Brennwirkung.
Ganz neu ist noch eine weitere Verarbeitungsvariante: Brennnessel als „Smoothie“. Hierzu werden frische Brennnesselblätter/Triebspitzen zusammen mit z.B. Apfel oder anderen Gemüsen/Kräutern zu einem belebenden und reinigendem Getränk – besonders im Frühjahr – verarbeitet.

Äußerliche Anwendungen

Haarspülung

Wer besonders glänzendes und kräftiges Haar haben möchte, nutzt die Kieselsäure der Brennnessel: dazu werden Stängel und Blätter mindestens 20 Minuten gekocht, um die Kristalle zu lösen. Anschließend spült man mit dem erhaltenen Absud die Haare. Eine Haarspülung wirkt auch gegen fettes Haar und Schuppen.

Stickstoffdünger

Als stickstoffsammelnde Pflanze besitzt die Brennnessel sehr hohe Düngeranteile. Wer diese hohen Stickstoffanteile der Pflanze als Dünger im Gemüsegarten nützen möchte, stellt aus frischen Trieben mit Wasser über mehrere Wochen eine Brennnesseljauche her, die anschließend in verdünnter Form als hervorragender Stickstoffdünger flüssig ausgebracht werden kann.

Läusevertreiber

Das Wasser aus einem Kaltauszug kann Läuse vertreiben. Dazu setzt man frische Brennnesselstängel über Nacht in kaltem Wasser an und spritzt dieses Wasser dann täglich und mehrere Tage hintereinander auf die befallenen Pflanzen. Aber Achtung: die Läuse werden nur vertrieben, nicht getötet!